Anna Aaron

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Die junge Schweizer Saengerin Anna Aaron verbrachte ihre Kindheit in England, Asien und Neuseeland und kam auf diese Weise schon frueh in Kontakt mit zahlreichen kulturellen Einfluessen, die sicherlich ein Grund fuer die Vielschichtigkeit ihres kuenstlerischen Schaffens sind. Momentan lebt und arbeitet die 27-jaehrige Musikerin, die mit buergerlichem Namen Cecile Meyer heisst, in Basel, wo sie als Teil einer Community von Underground-Kuenstlern aktiv ist. Sie selbst widmet sich hierbei der Folk-Musik, wobei sie mit ihren bisweilen duesteren Klanglandschaften das Genre individuell erweitert.

Ihre ersten musikalischen Gehversuche unternahm Anna Aaron allerdings noch in einer Band, merkte jedoch schnell, dass sie ihre musikalischen Visionen als Solokuenstlerin besser umsetzen kann. Ein erstes Zeugnis ihrer kreativen Schaffenskraft legte sie 2009 mit der EP "I'll Dry Your Tears Little Murderer" ab, deren sieben Songs gemeinsam mit dem Basler Singer/Songwriter Giacun Schmidt quasi zu Hause aufgenommen wurden. Schon das Coverartwork nimmt hierbei die Stimmung der Musik vorweg, zeigt es doch Anna Aaron, wie sie in einem Fluss kniend ein Messer abwaescht. Wie die visuelle Verbindung von beruhigender Grundhaltung mit beaengstigender Geste, oszilliert die Musik von Anna Aaron zwischen Obsessionen, Unvernunft, sanftem Wahnsinn und truegerischen Traeumereien und sperrt sich konsequent jeglicher Kategorisierung. Diese Wellen der musikalischen Emotionen werden dabei getragen von ihrer ebenso vielseitigen Stimme, die Erinnerungen an Sophie Hunger oder die junge PJ Harvey weckt und in einem Moment rau und wild fast schon zum Schrei ansetzt und im naechsten Moment als zarter Windhauch davon schwebt. Der einzige Begleiter durch die weiten Soundlandschaften, in denen sich textliche Horrorvisionen mit Hoffnungsbotschaften genauso abwechseln, wie rauer Folk mit hartem Rock, ist dabei oft nur Anna Aarons atmosphaerisches Pianospiel. Atmosphaerisch verdichtet werden sie Songs der EP dabei von zahlreichen Freunden und Verwandten, die mit Banjo, Drums, Metallophone, Trompete, Bass und Cello einzelne musikalische Akzente setzen. Auch der amerikanische Jazz-Bassist Ira Coleman ist an zwei Songs beteiligt, da er gerade zufaellig eine Show in Basel spielte und von der Musik Anna Aarons so angetan war, dass er als Gegenleistung fuer seine Bass-Linien geruechteweise lediglich eine Flasche Whiskey verlangte.